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Das Quartier "SmartCity Baumgarten" liegt im 14. Wiener Gemeindebezirk und ist von einem für die Wiener Außenbezirke typischen Bauteilmix mit Gebäuden unterschiedlicher Epochen geprägt. Das Quartier schließt sich derzeit aus 3 Gebäuden zusammen – einem Zinshaus mit alleinigem Eigentümer, einem Wohnungseigentumsgebäude (WEG) aus den 80er Jahren und einem WEG-Neubau, der von der WIEBE errichtet wird. Da sich das Quartier außerhalb des Fernwärme-Versorgungsgebiets befindet, erfolgte die Wärmeversorgung hier bisher vorwiegend noch über Gas- und Ölheizungen.
Die (derzeit) drei Gebäude des Quartier SmartCity Baumgarten werden künftig über ein liegenschaftsübergreifendes Anergienetz zu 100% erneuerbar mit Wärme, Kälte und Strom versorgt. Möglich wird das aufgrund der Errichtung des Neubaus in einer Blockbaulücke. Noch vor Baubeginn wurde eine Kooperation zwischen dem Bauträger des Neubaus und den Eigentümer:innen der umliegenden Gebäude gestartet. Diese haben sich zur Umsetzung des Projekts zu einem Verein zusammengeschlossen und bilden zusammen die erste Energiegemeinschaft Österreichs mit einem Anergienetz im Bestand.
Für die Finanzierung der Anergienetzes, sowie im weiteren Verlauf auch den Betrieb, wurde ein Verein gegründet. Die vier Gründungsmitglieder des Vereins sind der Geschäftsführer des Bauträgers, die Eigentümer:innen des Zinshauses, der Hausverwalter des WEGs sowie Günter Lang als Projektinitiator. Nach Inbetriebnahme des Anergienetzes werden alle Energiebezieher:innen Mitglied des Vereins.
Aufgaben des Vereins:
- Koordination der Planung (primär bei Günter Lang)
- Betrieb, Wartung, Abrechnung
Rollen innerhalb des Vereins:
- Obmann: Günter Lang. Er fungiert besonders in der Planungs- und Startphase auch als Kümmerer und koordiniert das ganze Projekt.
- Vorstand: Gründungsmitglieder.
- Kassier: Geschäftsführer vom Neubau.
- Schriftführer: Hausverwalter des WEGs.
- Obmann-Stellvertreter: Eigentümer vom Zinshaus.
Rollen müssen alle 2 Jahre neu gewählt werden.
Für die Finanzierung des Anergienetzes wurde ein Verein gegründet. Die Kosten der Erdsonden sowie des Rohrnetzes wurden, je nach Energiebedarf, unter den Vereinsmitgliedern aufgeteilt.
Investitionskosten:
- Zinshaus (5,4 Sonden): 80.000€ alleinig vom Eigentümer eingezahlt.
- WEG (6,6 Sonden): Acht von 15 Wohnung haben die 6.500€ Investitionskosten direkt gezahlt. Die restlichen Wohnungen wollen über einen monatlichen Pauschalbetrag die Kosten abbezahlen (voraussichtlich ca. 45€ im Monat über 15 Jahre).
- Neubau (12 Sonden): Die Investitionskosten für das Anergienetz werden direkt beim Wohnungsverkauf einberechnet.
Energiekosten:
Die Energie soll nicht kostenlos zur Verfügung gestellt werden, sondern ca. 5 Cent pro kWh kosten. Dieses Geld wird in den Verein fließen und die Betriebskosten decken.
Sanierungskosten:
Voraussetzung für die Errichtung des Anergienetzes war die thermische Sanierung des Zinshauses sowie des WEGs. Die Sanierungskosten sind im Finanzierungskonzept des Anergienetzes nicht inbegriffen und werden von den Häusern jeweils alleine gestemmt.
Geschäftsmodell/Wirtschaftlichkeit: Voraussichtlich nach 5 Jahren kosteneinsparend.
Das Anergienetz, das ab Sommer 2024 in Betrieb sein wird, ist ein gebäudeübergreifendes Rohrsystem, in dem Wasser mit Niedertemperatur zwischen Wärmequellen (Solarkollektoren, Abwärme aus Kühlung), Wärmespeichern (Erdsonden) und Wärmeverbrauchern (Sole-Wärmepumpen in jedem Haus) zirkuliert. Dazu wurde beim Neubau ein Erdsondenfeld mit 25 Erdsonden errichtet und ein zentrales Energiemanagementsystem installiert. Dieses steuert nicht nur die Wärme, sondern auch den Strom, der unter anderem aus eigenen Photovoltaik-Anlagen an Fassade, Dach und Pergola der Gebäude stammt. Die 25 Erdsonden sind im Schnitt 150m tief und sind mit zentralen Sole-Wärmepumpen in jedem Haus verbunden (zwei zentrale 26 kW Sole-Wärmepumpen mit Propan und wohnungsweise Wohnungsstationen für das Warmwasser in der Linzer Straße 280, 45 kW Wärmepumpe im Haus 282 sowie Sole-Flächenkollektor, thermische Solarkollektoren, zwei 60 kW Wärmepumpen und 50 kW Booster und 12 kW Spitzenlastabdeckung auf der Liegenschaft 286-288)
Energieform: Nahwärme für Heizung und Warmwasser, Photovoltaik für Strom
Standort der Anlage: Die zentralen Wärmepumpen stehen jeweils im Keller der einzelnen Gebäude.
Anschluss der Haushalte: Die Haushalte sind über Steigstränge an die zentrale Wärmepumpe im Keller angeschlossen. Alle Haushalte werden an das Anergienetz angeschlossen.
Eigentumsverhältnisse: Der Verein ist Eigentümerin des gesamten Anergienetzes.

Linzer Straße 280 bis 288, Vienna 14.
Energyprojekt, gegründet 2022, Inbetriebnahme: 2024.
Rechtsform: Verein
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